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Kita St. Nikolaus Lorch als Familienzentrum anerkannt
Kita St. Nikolaus Lorch als Familienzentrum anerkannt

Kita St. Nikolaus Lorch als Familienzentrum anerkannt

Das Land unterstützt damit die Entscheidung, aus der Einrichtung ein Familienzentrum zu machen, das allen offen steht. Aus der Kita wird ein Haus für die ganze Familie. Dies ist ein Beitrag zur Familienfreundlichkeit in Lorch.

Petra Müller-Klepper, MdL
© http://www.petra-mueller-klepper.de
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Rheingau-Taunus. Das Angebot an Familienzentren im Rheingau-Taunus, die Familien Hilfestellung im Alltag geben, wird mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen ausgebaut. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mitteilt, ist die Katholische Kindertagesstätte St. Nikolaus in Lorch, die von der Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau getragen wird, neu in das Förderprogramm für Familienzentren aufgenommen worden. Die Einrichtung hat soeben vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration einen Bewilligungsbescheid über Mittel in Höhe von 13.000 Euro erhalten.
„Das Land unterstützt damit die Entscheidung, aus der Einrichtung ein Familienzentrum zu machen, das allen offen steht. Aus der Kita wird ein Haus für die ganze Familie. Dies ist ein Beitrag zur Familienfreundlichkeit in Lorch“, erklärte die CDU-Politikerin. Die Kita sei ein zentraler Ort der sozialen Infrastruktur in Lorch, wo engagierte Bildungsarbeit geleistet werde. Die Weiterentwicklung zum Familienzentrum mit einer breiten Palette von Angeboten und Begegnungsmöglichkeiten, die Familien ganzheitlich und wohnortnah bei der Bewältigung des Familienalltags unterstützen, sei ein konsequenter Schritt.

Auf die Bitte des Kita-Koordinators und Trägerbeauftragten der Kirchengemeinde Heilig Kreuz Rheingau, Manuel E. Flügel, hatte Petra Müller-Klepper die Antragstellung der Lorcher Kita begleitet. Gemeinsam mit Diakon Waldemar Eichholz, den Pastoralreferentinnen Kerstin Lembach und Sonja Haas-Wessendorf, Bürgermeister Jürgen Helbing sowie Kita-Leiter Uwe-Peter Tönges-Friedmann freute sie sich bei einem Besuch in der Lorcher Einrichtung über die aktuelle positive Entscheidung. Sie dankte den Verantwortlichen der Pfarrei, insbesondere Manuel E. Flügel, und dem Kita-Team für die Initiative sowie der Stadt mit Bürgermeister Helbing an der Spitze für die Unterstützung.

Die Kita St. Nikolaus habe sich 2016 auf den Weg zum Familienzentrum gemacht. Bereits für die vorbereitenden Arbeiten sei damals eine Landeszuwendung in Höhe von 2500 Euro erfolgt. „Jetzt ist mit der Anerkennung als Familienzentrum und der Aufnahme in das Landesprogramm das erste Etappenziel erreicht. Nun gilt es, die Öffnung in den Sozialraum mit Einbindung aller Generationen voranzubringen“, so die Abgeordnete. Erste Angebote seien – auch in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern - bereits etabliert worden. Die Palette reiche vom Dauerflohmarkt „Rappelkiste“, der Krabbelgruppe und dem Seniorenkaffee über die Migrations-, Schulden- und Rechtsberatung und Sprachkurse bis hin zur Info Oase und öffentlichen Bücherecke.

Die Kita wird sich als Familienzentrum nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich um 110 Quadratmeter erweitern. Es werden die Räume einer benachbarten Wohnung, die sich im Besitz der Stadt befindet, in die Arbeit einbezogen. Wie Bürgermeister Jürgen Helbing mitteilte, ist die Stadt mit einem günstigen Mietpreis entgegengekommen, um das Vorhaben zu unterstützen. Pastoralreferentin Kerstin Lembach unterstrich, dass die Bereitstellung der Wohnung der auslösende Faktor gewesen sei, das Projekt ins Rollen zu bringen.

Förderbescheide für 2018 über 76.880 Euro

Petra Müller-Klepper freut sich, dass nun ein weiteres Projekt im Rheingau-Taunus von dem Landesprogramm profitieren kann, das sie als Sozial-Staatssekretärin auf den Weg gebracht und maßgeblich gestaltet hat. Damit erhöhe sich die Zahl der Förderstandorte im Kreisgebiet auf sechs Einrichtungen.

„Neben dem Neuzugang Lorch erhalten das Mütterzentrum (MÜZE) und Mehrgenerationenhaus Eltville, das Mehrgenerationenhaus Oestrich-Winkel, das Kinder- und Familienzentrum Spatzennest in Bad Schwalbach, das Familienzentrum St. Petronilla Aulhausen und das Familienzentrum Müze Taunusstein, die bereits in den Vorjahren unterstützt wurden, auch in diesem Jahr Landesmittel für ihre Arbeit“, teilte die Abgeordnete mit. Jeder Einrichtung werde ein Betrag von 13.000 Euro bzw. 11.880 Euro (für die Kita Spatzennest) für die Arbeit im laufenden Jahr zur Verfügung gestellt. Insgesamt fließen aufgrund der aktuellen Bescheide für 2018 Fördermittel in Höhe von 76.880 Euro aus der Landeskasse ins Kreisgebiet.

„Die sechs Familienzentren in Eltville, Oestrich-Winkel, Bad Schwalbach, Aulhausen, Taunusstein und Lorch stärken den Zusammenhalt in der Gemeinde“, so Petra Müller-Klepper. Hierfür gebühre allen dort Engagierten sowie den Kommunen, den Vereinen Müze Eltville und Taunusstein und der Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau, die Träger der Familienzentren seien, Dank und Anerkennung.

Die Einrichtungen böten wohnortnah Bildungs- und Förderangebote, Eltern- und Lebensberatung, Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Qualifizierungen unter anderem im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit. „Familien haben so in allen Lebensphasen eine Anlaufstelle, wo sie Rat und Hilfe finden und Kontakte knüpfen können. Ein dichtes, vielfältiges Netzwerk führt zielgerichtet und direkt zu den richtigen Ansprechpartnern und Angeboten. Familienzentren sind zudem eine Stätte des Miteinanders für alle Generationen“, erläuterte die CDU-Politikerin.

Als regionales Angebot und modernes Modell leisteten Familienzentren wirkungs- und anspruchsvolle Arbeit in den Handlungsfeldern Bildung, Erziehung, Begegnung, Unterstützung und Beratung. Sie trügen dem differenzierten, wachsenden Bedarf an Begleitung und Entlastung von Kindern und Eltern Rechnung, der durch vielfältige Lebensformen und veränderte Lebensentwürfe hervorgerufen werde.
Während es sich bei den Einrichtungen in Eltville, Oestrich-Winkel und Taunusstein um Mehrgenerationenhäuser bzw. Mütterzentren handele, werde in Bad Schwalbach, Aulhausen und Lorch jeweils eine Kindertagesstätte zum Familienzentrum weiterentwickelt. „Beide Ansätze sind erfolgversprechend, weil es sich um Orte handelt, die den Familien bekannt und von ihnen akzeptiert sind, von vielen aufgesucht werden und damit niedrigschwellig sind.“

Landesweit werden in diesem Jahr 154 Familienzentren gefördert. Insgesamt stehen in diesem Haushaltsjahr für die Förderung der Einrichtungen, aber auch für Fortbildungen, Veranstaltungen und begleitende Maßnahmen im Sozialetat des Landes über 2 Millionen Euro zur Verfügung.