Leben und Wirken der Heiligen Hildegard

Die Heilige Hildegard als Prophetin

Die Heilige Hildegard
Hildegard von Bingen gilt als eine der bedeutendsten Frauen des Mittelalters. Sie wurde 1098 als zehntes Kind des Edelfreien Hildebert von Bermersheim und seiner Frau Mechthild geboren. Mit acht Jahren wurde Hildegard zur klösterlichen Erziehung zu der Benediktinerin Jutta von Spanheim auf den Disibodenberg gebracht. Dort lebte eine kleine Schwesterngemeinschaft in einer Klause, die dem Mönchskloster angeschlossen war. Einer dieser Mönche, Volmar, wurde für Hildegard lange Zeit Ratgeber und Lehrer.
Drei große theologische Werke hat sie verfasst. Durch ihr erstes Werk „Scivias“ – „Wisse die Wege“ rückte Hildegard immer mehr in den Mittelpunkt des geistlichen und politischen Lebens ihrer Zeit. Sie wurde zur Ratgeberin von Bischöfen, Königen und dem Kaiser und unternahm zahlreiche Predigtreisen in ganz Deutschland. Hildegard stellte immer wieder den Menschen als geliebtes Geschöpf Gottes in den Mittelpunkt ihrer Theologie und Seelsorge. Der Mensch ist dabei als Dreiklang von Körper, Seele und Geist in Verbindung mit der ganzen gottgegebenen Schöpfung zu sehen. Doch nicht nur als Theologin, sondern auch als Dramaturgin, Dichterin und Komponistin ist Hildegard  ihrer Nachwelt bekannt.
Ihre natur- und heilkundlichen Schriften sind heute noch den suchenden Menschen Wegweiser und Orientierungshilfe.
Um 1150 gründete Hildegard das Kloster Rupertsberg bei Bingen; 1165 erwarb sie das leerstehende Augustinerkloster in Eibingen, auf dessen Grund und Boden die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche steht, und siedelte dort Benediktinerinnen aus ihrem Konvent an.
Hildegard starb am 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg.

Zeittafel zur Heiligsprechung der Heiligen Hildegard

Die Heilige Hildegard
 
Wallfahrtszeit 2017
 
Hildegardis-Woche im September
 
Hildegard Gesprächskreis
 
850 Jahre Kloster Eibingen