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Soulfood - Seelennahrung 2021 im Rheingauer Dom, Geisenheim

Soulfood - Seelennahrung 2021 im Rheingauer Dom, Geisenheim
Soulfood - Seelennahrung 2021 im Rheingauer Dom, Geisenheim
© ©Fotostudio Vonderlind

Soulfood - Seelennahrung 2021 mit Bildern der Künstlerin Sylvia Wolff

Malerei und Grafik, Pastellkreide auf Karton, Sylvia Wolff, Wandlitz
© © Holger VonderlindBilder für Altäre

Die Gemälde der Künstlerin scheuen sich nicht vor großen, ja fast tabuisierten Themen: Engel treten auf, Seelen wohnen in Häusern und Lichter kommen von oben. Selbstverständlich, natürlich und bescheiden zugleich bewegt sich der Themenbereich in der Transzendenz, in der Auseinandersetzung von Glaubensinhalten mit sehr menschlichen Wesen.

Klar und satt liefern die Hintergründe in zumeist blau oder rot Sicherheit, zart und doch fest erheben sich die Konturen der sich zwischen Himmel und Erde frei bewegenden Gestalten. Bogen, Kreis und Linie spielen formal eine Hauptrolle in ihren Werken, die dominant aus Pastell geschaffen sind. Schwarze Konturen stärken die oft weißen Figuren in ihrer selbstbewussten Behauptung.

Aus den Bildern dringt die Kraft einer Ruhe und Gewissheit, die in unserer Zeit angesichts des Glaubens, um den es (auch) geht, sehr ungewöhnlich ist. Umso mehr erstaunt das bildnerische Werk der Künstlerin in seiner so vollkommen unaufgeregten Bestimmtheit und vermag es wohl gerade deshalb, den Betrachter in seinen Bann zu ziehen. Die schrille Gottesferne unserer Epoche erhält hier einen in sich ruhenden Gegenpol, der seine Kraft dem Betrachter übergibt wie ein Geschenk. Und sie wagt eine neue Ausrichtung.

Mit der Ausstellung zeigt Sylvia Wolff neue Formate, neue Ausdrucksformen ihres künstlerischen Schaffens. Waren bislang ihre Werke  in der Größe bis maximal 70 x 90 cm zu sehen, überrascht sie mit Formaten bis 240 x 160 cm. Die Kraft der Farbe wirkt intensiver, die Themen überzeugen mit viel Herz und Seele. Ein mutiger Schritt in einer sehr aufregenden Zeit.

 

Ausstellungszeitraum
25. April bis Juli 2021
täglich geöffnet

Biografie der Künstlerin

Pastellkreide auf Karton, Sylvia Wolff
© © Holger Vonderlind

Sylvia Wolff wurde in Halle an der Saale geboren und absolvierte eine klassische Schauspielausbildung an der „Ernst Busch Schule für Schauspielkunst“ in Berlin und Rostock.

Bis Ende der 1990er-Jahre arbeitete sie erfolgreich als Schauspielerin für Fernseh- und Theaterproduktionen. Ab 1997 beschäftigte sie sich intensiv mit Malerei und wurde bald darauf Malerin und Autorin. Es folgten zahlreiche Ausstellungen ihrer künstlerischen Werke u.a. in Dresden, Berlin, Ingolstadt, Bamberg und Chemnitz, Görlitz, Erfurt und im letzten Jahr in Rüdesheim am Rhein (Abtei St. Hildegard).

Im Jahre 2006 erfolgte eine Buchveröffentlichung mit ihren individuellen Glaubenserfahrungen, 2009 in neuer Auflage.

Bis 2006 hielt sich Sylvia Wolff im Zuge caritativer Arbeit oft im Ausland auf, unter anderem in Indien und Israel, wo sie zu einem neuen Glaubensverständnis fand. Ihr Atelier befindet sich in Wandlitz in der Nähe von Berlin. Hier werkt und wirkt Sylvia Wolff an Texten und Bildern, gestaltet vorwiegend sakrale Motive und Themen, gibt unter anderem biblischen Szenen in kräftigen frischen Farben durch eine feinlinige und zarte Darstellung ihre persönliche Handschrift – das harmonische Zusammenspiel von Stärke der Farbe und Sanftheit der Linie, von Präsenz und Leichtigkeit.

Ausstellungseröffnung

mit der Künstlerin Sylvia Wolff

25.  April  um 10.00 Uhr

Eucharistiefeier im Rheingauer Dom,
65366 Geisenheim, Bischof-Blum-Platz

 

Aus Pandemiegründen kann Georg Kestel leider nicht an der Eröffnung der Ausstellung teilnehmen. Ein späterer Gottesdienst mit dem Generalvikar aus Bamberg ist geplant.

Georg Kestel, Generalvikar aus Bamberg begleitet die Künsterlin Sylvia Wolff seit vielen Jahren und schreibt folgendes zu ihren Werken.

Die Bilder von Sylvia Wolff sind die Einladung zu einer Begegnung, die den Alltag bereichern. Wer zum Beispiel in der Bibel liest, dem begegnen Engel auf Schritt und Tritt. Sie treten in Lebenssituationen von Menschen auf, die sich in Not befinden und denen ein Ausweg aus ihrer schweren Lage gewiesen wird. Sie bringen göttliche Botschaften auf die Erde, um Hoffnung und Zuversicht zu schenken. Sie verkörpern eine andere Seite der Wirklichkeit, die sich uns erst erschließt, wenn wir nicht nur die Maßstäbe des Irdischen, des Materiellen und des Funktionalen gelten lassen. Sie regen an zu eigenem Nachdenken öffnen den Zugang zu einer oft verborgenen  Welt, die jedoch mit ein bisschen Neugier und einem wachen Herzen entdeckt werden kann. Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch meditiert in seinem Tagebuch aus 1940er Jahren über ein Bild an der Wand und sieht darin „ein Fenster nach einem ganz anderen Raum, wo die Blume, die gemalte nicht mehr eine Blume ist, welche welkt, sondern Deutung aller Blumen. Der Rahmen stellt sie außerhalb der Zeit. Er sagt, schaue hierher; hier findest du, was anzusehen sich lohnt, was außerhalb der Zufälle und Vergänglichkeit steht“.

Georg Kestel, Generalvikar aus Bamberg

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