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Hören und Sehen: Kirchenglocken in Aktion

Läutevideos zu verschiedenen Anlässen
Hören und Sehen: Kirchenglocken in Aktion
Hören und Sehen: Kirchenglocken in Aktion
Kirchenglocken Presberg © Andrea Mayer

Gebet zum Abendläuten, vermutlich 17. Jahrhundert:

"Lieber Mensch, was mag's bedeuten,
dieses späte Glockenläuten?
Es bedeutet abermal unseres Lebens Ziel und Zahl.
Dieser Tag hat abgenommen,
bald wird auch der Tod herkommen.
Lieber Mensch, so schicke dich,
dass du sterbest seliglich. Amen!"

Beim Angelus-Läuten in Presberg läutet nach dem Uhrschlag auf Glocke 2 zunächst Glocke 1 für 2 Minuten, danach Glocke 2 für 1 Minute. Dreimal am Tag (morgens um 7.00 Uhr, mittags um 12.00 Uhr und abends um 18.00 Uhr) ruft das Angelus-Läuten die Gläubigen dazu auf, den "Engel des Herrn" (lat. "angelus" = Engel) zu beten, zu finden im Gotteslob unter Nummer 3/6. Das Gebet betrachtet das Geheimnis der Menschwerdung Gottes aus der Jungfrau Maria und erinnert an die erlösende Passion Jesu Christi.

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Zum Gottesdienst läuten alle 3 Glocken 15 Minuten vor Beginn 10 Minuten lang, Beginn und Ende des Läutens mit der größten Glocke. Das Geläute-Motiv ist das "Te deum": Kleine Terz – Große Sekunde (cis-e-fis) . Der Melodieanfang erschließt sich beim Hören nur, wenn das Läuten mit der untersten Glocke beginnt.

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Während der Wandlung in der Eucharistiefeier wird mit der größten Glocke, der Marienglocke, geläutet, wenn der Priester den Hl. Geist auf die Gaben herabruft, bei den Einsetzungsworten von Brot und Wein bis zur Antwort der Gemeinde: "Deinen Tod , o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir...“. Es ist ein Zeichen für die Daheimgebliebenen, die so mit einem Gebet geistig teilnehmen können.

Gebetsvorschlag:

Geh, heiliger Schutzengel mein, 

für mich in die Kirch‘ hinein.

Knie dich an meinen Ort. 

Hör die heilige Messe dort.

 

Bei der Opferung bring mich dar 

Gott zum Dienste ganz und gar.

Was ich habe, was ich bin, 

leg als Opfergabe hin.

 

Bet für die, die mich geliebt. 

Bet für die, die mich betrübt.

Denk auch der Verstorbenen mein. 

Jesu Blut mach‘ alle rein.

 

Bei der heiligen Wandlung dann 

Bet in frommer Liebe an

Meinen Heiland Jesu Christ, 

der wahrhaft zugegen ist.

 

Beim Genuss vom höchsten Gut

bring mir Jesu Fleisch und Blut

Mit ihm im Geiste mich verein‘. 

Lass mein Herz sein Tempel sein.

 

Mach, dass allen Menschen Heil 

durch dies Opfer werd‘ zuteil.

Ist die heilige Messe aus,

bring den Segen mir nach Haus.

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Nach Bekanntwerden eines Sterbefalls wird die Sterbeglocke dreimal für 1 1/2 Minuten mit Pausen von einer halben Minute geläutet. Mit dem Sterbeläuten wird an die Dorfbewohner die Nachricht weitergegeben: In der Gemeinde ist jemand gestorben. Es ist gleichzeitig ein Aufruf, kurz innezuhalten und dem Verstorbenen zu gedenken.

 

Gebetsvorschlag:

Gott, du gehst alle Wege mit, auch unseren letzten.

Dafür läutet die Totenglocke.

Durch sie gibst du den Trauernden Geleit und Trost.

Wir danken dir für alle Zeichen deiner Nähe und Gegenwart und bitten dich:

Halte uns in deiner Hand, jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Amen.

 

Nach der Trauerfeier in der Kirche wird die Prozession zum Friedhof mit dem Geläut der Glocken 2 und 3 begleitet als Hinweis für die, die nicht an der Beerdigung teilnehmen können, jetzt in Gedanken mit dem Verstorbenen seinen letzten Weg mitzugehen. Auf dem Weg wird der Rosenkranz gebetet.

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