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Ich bin gekommen, dass sie das Leben in Fülle haben

Ich bin gekommen, dass sie das Leben in Fülle haben
Ich bin gekommen, dass sie das Leben in Fülle haben
© Pixabay

Diese Fragen stellen sich vielleicht manche Leserinnen und Leser.

Es ist doch alles organisiert, denken vielleicht andere. Nein, ein geistliches Jahresmotto ist nicht notwendig – aber sinnvoll, geistlich, richtungsweisend und vieles mehr. Wir richten uns geistlich, also im   Glauben aus, Jahr für Jahr bei den Tagen des ewigen Gebetes, Fronleichnam und in vielen Gruppen:

  • 2016 mit dem Motto des Heiligen  Jahres ´Barmherzig wie der Vater´.
  • 2017 mit ´Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet´ aus dem Lied 275 im Gotteslob.
  • 2018 aus 1 Samuel 3 ´Hier bin ich. Du hast mich gerufen´ und
  • in diesem Jahr 2019 bis Christkönig ´An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen´ aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 7.

In diesem Kirchenjahr begleitet uns das Wort aus Johannes 10,10

´Ich bin gekommen, dass sie das Leben in Fülle haben´

Eine Gruppe Ehrenamtlicher wird wie in den letzten Jahren Vorschläge für Gebete, Texte und Gottesdienste vorbereiten. Öffnen wir uns für die Ankunft von Jesus, damit ER uns bringen kann, was nur ER uns schenken kann:

Leben in Fülle!

Ihnen eine gesegnete Adventszeit als Vorbereitung auf das Heilige Weihnachtsfest.

Ihr Pfr. Marcus Fischer

 

Gedanken zum Jahresmotto von Dorothea Jakobi im November 2020

© Peter Weidemann_Pfarrbriefservice

Am 3. November feiert die Katholische Kirche den Festtag des Heiligen Martin.

Ja, richtig gelesen: am 3. November. Allerdings handelt es sich dabei nicht um den sehr bekannten Heiligen Martin von Tour, dessen Festtag am 11. November begangen wird, sondern um den heiligen Martin von Porres.
Martin von Porres war der uneheliche Sohn des Gouverneurs von Panama, Juan de Porres und einer schwarzen Sklavin und hatte Zeit seines Lebens unter seiner Herkunft zu leiden. 1569 wurde er geboren. Er erhielt eine Ausbildung zum Wundarzt und Apotheker. Als er um Aufnahme in das Dominikanerkloster von Lima bat, wurde ihm klar gemacht, dass eine Priesterweihe für einen Mulatten (Kind eines Elternteils mit dunkler und eines Elternteils mit heller Hautfarbe) nicht möglich sei. Trotzdem trat Martin in das Kloster ein.

Als Laienbruder lebte er seine Berufung: er pflegte Kranke, kümmerte sich um Waisen, richtete eine Armenküche ein…
Es gibt viele Heilige (am Fest Allerheiligen werden wir daran erinnert): Arme und Reiche, Priester und Ordensleute, Ehemänner, Ehefrauen, Eltern und Kinder, Handwerker und Akademiker, Könige und Bettler. Gott ruft jeden zu einem Leben in Fülle.
Den Heiligen ist eines gemeinsam: Sie lebten auf Christus hin, richteten sich immer wieder auf ihn hin aus, machten ihn zum Mittelpunkt ihres Lebens. Auf ganz unterschiedliche Weise folgten sie ihrer Berufung.

Die eigene Berufung zu erkennen und ihr zu folgen, sich nicht dem Zeitgeist anzupassen und das zu tun, was eben alle machen und schon immer so war:

Auch das bedeutet Leben in Fülle.

Dorothea Jakobi

© Pixabay

Im Lauf dieses Jahres sind schon einige Gedanken und Impulse zum Jahresmotto gegeben worden. So ist es nicht einfach, noch etwas ganz Neues zu sagen. Vielleicht braucht es das auch gar nicht.

Es geht beim Leben in Fülle nicht um den vollen Terminkalender, nicht um die Hektik des Alltags, sondern um etwas, was das Herz des Menschen zutiefst ersehnt: Erfüllung und Ganz-sein.

Wer im Johannes – Evangelium einmal, um den Vers des Jahresmottos herum, stöbert, findet unmittelbar davor und auch danach die sieben   ICH-BIN-Worte. Jesus sagt:

  •  Ich bin das Brot des Lebens.
  •  Ich bin das Licht der Welt.
  •  Ich bin die Tür.
  •  Ich bin der gute Hirt.
  •  Ich bin die Auferstehung und das Leben.
  •  Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
  •  Ich bin der wahre Weinstock.

Wenn wir das Leben in Fülle suchen, kommen wir an diesem Jesus nicht vorbei, an dem, was er gesagt hat, an dem, wie er gelebt hat.

Wenn ich über das „Leben in Fülle“ nachdenke, schleicht sich immer wieder der Gedanke ein: Das ewige Leben wird ein Leben in Fülle sein. Davon bin ich überzeugt. Aber Leben in Fülle beginnt eben nicht erst nach dem Tod. Je mehr ich mein Leben von der Botschaft Jesu und von seinem Gottesbild prägen lasse, desto mehr erfahre ich jetzt schon Leben in Fülle.

Dorothea Jakobi, Ehrenamtlich

 

Eine Einladung zum Mitbeten

Jesus, du willst mir Leben in Fülle schenken –
nicht immer das, was ich gerne hätte,
aber immer das, was ich wirklich brauche.
Nicht immer das, was ich mir wünsche,
aber immer das, was gut für mich ist.
Nicht immer das, was ich für erstrebenswert halte,
aber immer das, was ich gut tragen kann.
Nicht immer das, was alle haben und man so hat,
aber immer das, was mir und dem Leben dient.

Sebastian Braun, Gemeindereferent

 

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Leben ist mehr als Suche nach dem Glück.
Leben ist mehr als die Erfüllung aller Wünsche.
Leben ist mehr als Unrast und Hetze.
Leben ist mehr als Mühe und Last.
Wir suchen das Leben und finden es nicht,
und wenn wir meinen, es zu haben,
zerrinnt es zwischen den Fingern.
Kommt alle her zu mir, wenn euch die Last des Alltags drückt
 – legt sie auf mich.
Kommt alle her zu mir, wenn ihr erschöpft und kraftlos seid
 – ich richte euch auf.
Kommt alle her zu mir, wenn ihr ohne Sinn und Hoffnung lebt
 – ich zeige euch neue Wege.
Kommt alle her zu mir, wenn euch alles dunkel erscheint
 – ich bringe euch Licht.

Sebastian Braun, Gemeindereferent

 

 

© Pfarrbriefservice

 

´Ein Kommen und Gehen…´

Diese Redensart kennen wir. Wir verwenden Sie, wenn viel los ist, wie ´auf dem Bahnhof´, ´wie in einem Taubenschlag´…

´Ein Kommen und Gehen´ passt aber thematisch auch zu unserer Religion. Jesus selbst kommt und geht. Damit meine ich nicht nur seine vielen Besuche bei Menschen, seine Reisen, seine Begegnungen, die wir im Neuen Testament nachlesen können.

Grundsätzlich kommt und geht Jesus – in unsere Welt.  An Weihnachten kommt Gott in diese Welt im Kind in der Krippe. An Christi Himmelfahrt geht Jesus zurück zu seinem Vater. Dreiunddreißig Jahre liegen zwischen diesen Ereignissen.

Von Bahnhof-Hektik kann nicht die Rede sein, keine Spur davon. Er geht seinen Weg. Auf diesem Weg erklärt er Menschen ständig, wer sein und unser Vater ist – Gott selbst. Sein Kommen hat einen Sinn und einen Auftrag – sein Gehen auch!

Er geht und bleibt zugleich!

Seine Zusage ´Ich bin bei Euch alle Tage…´ können wir ernst nehmen. Er bleibt im Heiligen Geist bei uns. Das ist der Zustand der Kirche seit 2000 Jahren: Gegenwart Gottes!

Weil wir als Christen zu Christus gehören, betrifft das Ganze auch uns.

Das ´Kommen und Gehen´ ist auch für mich als Mensch grundsätzlich ein Thema. Nein, ich meine nicht unsere Termine, unsere unglaublich wichtigen Dinge des Alltags, die ´Bahnhofs-Hektik´ unseres Lebens.

Geburt und Tod sind der Rahmen unseres Lebens. Wir kommen in diese Welt von Gott, als seine Geschöpfe. Wir kehren heim zu ihm im Tod und dürfen bei Ihm bleiben. Jesus selbst hat es uns vorgemacht, das mit dem ´Kommen und Gehen´. Folgen wir Ihm nach Hause.

 

Marcus Fischer, Pfarrer

 

© Sebastian Braun
© Sebastian Braun

„Ich bin gekommen, dass sie das Leben in Fülle haben“  (Joh 10,10)

So heißt 2020 unser geistliches Jahresthema. Aber mal ehrlich: haben wir das nicht schon längst - das Leben in Fülle? Sogar in Hülle und Fülle? Ja, stimmt, jedenfalls für die meisten unter uns. Doch darum geht es auch gar nicht. Je größer die Möglichkeiten, umso mehr ist oft die Angst, etwas zu verpassen. Ärgere ich mich nicht schon, wenn im Supermarkt die Regale nicht sofort wieder aufgefüllt werden und ich mal etwas nicht bekomme, das ich suche?

„Es gibt ein erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche“, so hat es Dietrich Bonhoeffer einmal ausgedrückt. Wir dürfen darauf vertrauen, dass unser Gott es gut mit uns meint. Sein Blick geht über unser Alltägliches hinaus.

Auch im Verhältnis zu unseren Eltern oder Freunden spüren wir manchmal erst im Nachhinein, wie gut sie es mit uns meinten, obwohl wir es damals ganz anders empfunden haben. Gott will auch unseren Blick weit machen, damit wir Ausschau halten nach dem Himmel auf Erden, aber genauso nach dem Himmel Gottes, der das Ziel unseres Lebens ist. Gerade die Osterzeit, in der wir die Auferstehung Jesu feiern, lenkt unseren Blick auf ein Leben in Fülle, das unseren jetzigen Horizont überschreitet. „Pflege das Leben, wo du es triffst“, so hat es die heilige Hildegard uns geraten - im Wissen darum, dass wir ja immer im Netz der Liebe Gottes gehalten sind.                                                                      

Ihr Sebastian Braun

 

Fasten UND Fülle?

Das geistliche Jahresmotto unserer Pfarrei aus dem Johannesevangelium, in dem Jesus sagt: ´Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben´ gilt vom 1. Advent bis Christkönig.

Die ´Fülle´ passt gut zum Rheingauer Sommer mit den zahlreichen Festen, zu Essen und Trinken in den Schlemmerwochen, zu den Urlaubswochen der Sommerferien, zu Kunst, Kultur, Musik, Gesang und und und.
Auch kirchlich gesehen kommen Feste der Fülle wie Ostern, Pfingsten, Kirchweih´, Jubiläen aller Art.Aber die Fastenzeit gehört auch zu diesem Jahr mit unserem Blick auf die ´Fülle´.
Fasten verbinden viele Menschen nicht direkt mit einer Religion, obwohl alle Weltreligionen das Fasten kennen. Häufig geht es um Verzicht, Regeln, Entschlacken, Abnehmen und andere selbstbegrenzungen, die in jeder anderen Jahreszeit auch möglich wären.

Christliches Fasten hat etwas mit meiner Beziehung zu Jesus Christus zu tun. Meine Liebe zu Jesus betrachten, reflektieren, erneuern, vertiefen, lebendig machen, ist ein Hauptziel der Fastenzeit. Logischerweise gehört deswegen meine Umkehr dazu, meine Bitte um Versöhnung mit Jesus – also das Sakrament der Versöhnung, das früher Beichte genannt wurde. 
Diese Fastenzeit macht aber nur Sinn, wenn sie uns auf die Heilige Woche zwischen Palmsonntag und Ostern vorbereitet. Fasten bereitet mich also auch auf den Tod und die Auferstehung von Jesus vor. Es geht beim Fasten und in der Fastenzeit um eine geistliche Vorbereitung für diesen Weg von Jesus, den ER für mich und für uns gegangen ist.

Fasten hängt also direkt mit der ´Fülle des Lebens´ zusammen, die Jesus in seinem Tod und seiner Auferstehung für uns ermöglicht. Wir erfahren sie besonders am Höhepunkt der Osterzeit: am Heiligen Pfingstfest.

In diesem pfingstlichen, heiligen Geist wünsche ich Ihnen eine Fastenzeit, die auf die Fülle Gottes vorbereitet.

Ihr Pfr. Marcus Fischer

 

Baum weg
Krippe weg
Kind?

  • Der Baum ist aus dem Haus. 
  • Die Krippe gut verpackt. 
  • Die Dekoration sicher verstaut. 
  • Die Geschenke werden jetzt benutzt, getragen oder sind aufgebraucht.

Weihnachten aber können wir nicht einfach ´wegräumen´!
Wir haben Weihnachten 2019 gefeiert. Der Weihnachtsfestkreis endete mit der Taufe des Herrn am 12. Januar. Wir haben das geistliche Jahresmotto 2020 aus Johannes 10,10
´Ich bin gekommen, dass sie das Leben in Fülle haben´. Wir haben hoffentlich die ´Fülle´ des Glaubens erlebt und im Anschluss auch eine Fülle von Wünschen, einige Geschenke oder natürlich Essen.

Wir haben Weihnachten jetzt fast zwei Monate ´hinter uns´. 

  • Haben wir im Glauben noch das göttliche Kind ´vor uns´?
  • Haben wir das Bild der Krippe noch vor Augen? 
  • Haben wir die ´Stille und heilige Nacht´ noch im Herzen?
  • Was bleibt von Weihnachten, wenn das göttliche Kind die Fülle ist?

Habe ich eine Ahnung von der Fülle Gottes bekommen, wenn uns der Sohn Gottes sagt, dass ER gekommen ist, damit WIR die Fülle haben?

  • Trage ich noch das göttliche, weihnachtliche Kind im Herzen, dessen Figur schon wieder auf dem Dachboden gut verstaut wurde?
  • Erfreue ich mich noch vor meinem geistigen Auge an dem weihnachtlichen Schmuck, der im Karton verschwand?
  • Erfüllt mich noch das Leben, für das der grüne Baum an Weihnachten steht, das neue Leben von Gott – für mich – für uns?

Das Kind befindet sich doch in meinem Herzen! Die Fülle Gottes ist gegenwärtig in unserer Welt!
Den Weihnachtsfrieden versuche ich doch weiter umzusetzen im Alltag.
Die Weih-´Nacht´ will in mir wirklich Tag und Licht werden.

Jesus kann ich nach Weihnachten nicht wegräumen – seit 2000 Jahren nicht.

Gott sei Dank!

Marcus Fischer, Pfarrer

 

© Helmut Fischer
© Helmut Fischer

Ein neues Jahr liegt vor uns: 366 Tage dieses Mal, wir haben es mit einem Schaltjahr zu tun. Als Überschrift trägt es das neue Jahresmotto, das eine Gruppe Ehrenamtlicher auswählte, die damit Andachten, Lieder und Gebete für die „Tage des Gebetes“ gestaltet hat. (Mitte Januar werden wir diese Tage begehen, im Pfarrbrief finden Sie ab Seite 6 eine Auflistung dessen, was Sie an den einzelnen Kirchorten erwartet).

Das Jahresmotto ist dem Johannes-Evangelium entnommen: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben in Fülle haben.“ Eine Verheißung, die nicht klar greifbar ist, die Jesus in Bildworten und Vergleichen beschreibt. „Leben in Fülle“ – zur Frage nach der Bedeutung dieses Jesuswortes, ja letztlich zur Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens, lassen sich bestimmt verschiedene Antworten sammeln. – Was meinen Sie?

Einige Termine füllen bereits den Kalender für 2020 – diese Art von Fülle ist für mein Leben hoffentlich nicht gemeint!

Ganz viel ist aber auch noch unbeschrieben im neuen Kalender: offen für Erfahrungen, Erlebnisse, Begegnungen, die dieses neue Jahr mit sich bringen wird. Ob sie besser zur Überschrift dieses Jahres passen werden?

Mit dem ersten Tag, dem ersten Monat des neuen Jahres liegt ein ganzes Jahr weit offen vor mir, so wie dieser fast wolkenlose blaue Himmel des Titelbildes. Er lädt ein, den Blick ins Weite zu wagen, die Augen nach oben zu heben. Psalm 121 kommt mir dabei in den Sinn:

„Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat. Er lässt deinen Fuß nicht wanken; dein Hüter schlummert nicht ein. Siehe, er schlummert nicht ein und schläft nicht, der Hüter Israels. Der HERR ist dein Hüter, der HERR gibt dir Schatten zu deiner Rechten. Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden noch der Mond in der Nacht. Der HERR behütet dich vor allem Bösen, er behütet dein Leben. Der HERR behütet dein Gehen und dein Kommen von nun an bis in Ewigkeit.“

Auf dem Titelbild sind zwar keine Berge zu sehen, aber Wolkenschleier zeichnen sich blass auf dem blauen Himmel ab, die einem Vogel oder gar einem Engel gleichen. Vielleicht auch eine Art himmlische Verheißung?

Möge Gott uns mit seinem guten Geist auch in diesem Neuen Jahr 2020 begleiten und uns immer wieder zeigen, dass ER ein Leben in Fülle für uns bereithält!

Für das Pastoralteam                        Beate Hollingshaus

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