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Kirche St. Jakobus

Kirche St. Jakobus
Kirche St. Jakobus
Kirchturm St. Jakobus Rüdesheim © Maria Vogel

Adresse der Kirche: Am Markt, 65385 Rüdesheim am Rhein

Geschichtliches der Kirche Sankt Jakobus

© Maria VogelKirchturm St. Jakobus

Der älteste Teil der Pfarrkirche besteht aus der Turmkapelle (10. Jh.) mit zwei gedrungenen Säulen und Würfelkapitälen (heute Gnadenkapelle).
Die Pfarrkirche entstand im 12. Jahrhundert auf Grund eines Gelübdes des Engelhard Brömser. Er stammte aus altem Rüdesheimer Adelsgeschlecht, es wird berichtet, dass er am 3. Kreuzzug (1189- 1192) teilnahm und in maurische Gefangenschaft geriet. Er versprach für den Fall einer glücklichen Heimkehr den Bau der Kirche. Das ersehnte Wunder fand statt, er kehrte zurück und ließ sogleich die Kirche bauen. 

Ebenfalls eine Stiftung der Brömser ist die gotische Hallenkirche aus dem 14./15. Jahrhundert.
1719 erfolgte eine totale Renovierung der Kirche.
1766 wurde der romanische Kirchturm mit einem "Zopfhelm" ("Zwiebelturm") versehen und ein barocker Hochaltar eingerichtet.
1913-1914 konnte eine großzügige Erweiterung der Pfarrkirche durchgeführt werden.
Am 25.11.1944  - am Katharinentag - wurde die Kirche durch einen schweren Bombenangriff weitgehend zerstört. 

Sofort nach dem Ende des 2. Weltkrieges  begann der Wiederaufbau der Kirche als Hallenkirche unter Einbeziehung der erhaltenen alten Teile. Pfarrer Valentin Duchscherer und der Rüdesheimer Architekt Johannes Traut erwarben sich dabei besondere Verdienste.
Schon 1955 fand die Konsekrierung durch den Limburger Bischof Dr. Wilhelm Kempf statt.

Öffnungszeiten

Die Pfarrkirche ist täglich von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

Bombenangriff auf Rüdesheim im Jahr 1944

© Sascha EskeSt. Jakobus Rüdesheim vor dem Bombenangriff 1944
© Sascha EskeSt. Jakobus Rüdesheim vor dem Bombenangriff 1944
© Sascha EskeSt. Jakobus Rüdesheim vor dem Bombenangriff 1944

 

Am 25. November jährt sich zum 70. Mal die Bombardierung der Stadt Rüdesheim am Rhein. 
Der Gedenktag der heiligen Katharina von Alexandrien ist seitdem als "Katharinentag" in die Geschichte der Stadt eingegangen. War bis zu diesem Tag des Jahres 1944 der Krieg für die Rüdesheimer keine unmittelbare Gefahr, veränderte sich innerhalb von gut zwanzig Minuten das Schicksal des kleinen Städtchens. 
Wer überlebte, kletterte aus den Kellern und erkannte seine Stadt nicht mehr wieder; nichts war, wie noch wenige Minuten zuvor. Über 200 Menschen verloren bei diesem Angriff ihr Leben, mehr als zwei Drittel der Bebauung war zerstört oder schwer beschädigt. 
Die Stunden nach dem Angriff galten der Suche nach Überlebenden, bzw. der Bergung der Opfer. Traumatisiert wühlten sich die Bürger durch die brennenden Trümmer, stets in der Hoffnung, Überlebende zu finden. Galt es in den ersten Tagen, zunächst den Alltag  irgendwie zu meistern, breitete sich rasch der Wille zum Wiederaufbau aus, der an vielen Stellen der Stadt schnell vorangetrieben wurde. Hatten viele Menschen auch Angehörige verloren und standen vor dem materiellen Nichts, der Lebenswille und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft konnte nicht ausgelöscht werden. 

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