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Verabschiedung Pfr. Didinger

Verabschiedung Pfr. Didinger
Verabschiedung Pfr. Didinger
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Pfarrer Winfried Didinger verabschiedet sich aus dem Rheingau

© Cornelia Haas
© Cornelia Haas

Liebe Gemeinde Heilig Kreuz Rheingau,

es gibt eine Zeit zu kommen und eine Zeit zu gehen.

So möchte ich mich—in Anlehnung an das alttestamentliche Buch Kohelet—von Ihnen verabschieden. Es gibt eine Zeit zu kommen.

Seit ich hierher nach Geisenheim gekommen bin, sind 17 Jahre vergangen. Ich war damals in Ruhestand gegangen. So hatte ich Zeit, aber auch die Möglichkeit, hier mit Ihnen zu leben und mit Ihnen oft Gottesdienst zu feiern. Viele von Ihnen habe ich persönlich kennengelernt, viele Kontakte sind geknüpft worden. Ich habe mich in diesen Jahren hier wohlgefühlt - das kann ich auch von meiner verstorbenen Schwester sagen.

Wenn jetzt die Zeit ist zu gehen, dann nicht, weil es mir nicht mehr gefällt, sondern weil ich an die Zeit denke, die kommen wird, ob sie nun lange oder kurz sein wird. Ich halte es für geboten, dafür Vorsorge zu treffen, soweit es nach menschlichem Ermessen möglich ist.
Wenn auch mit Abstand, so werden wir doch verbunden bleiben. Dabei denke ich besonders daran, dass wir uns von Jesus Christus begeistern lassen. Wir können uns an ihm orientieren, wie er Gott zugewandt war, wie er sich den Menschen zugewandt hat und für sie begeistert war. Mit ihm können und sollten wir uns an Gott wenden, wie Jesus es im Vaterunser ausgesprochen hat; Gott hat ihn bestätigt in der Auferweckung.

Er rechnet mit uns, dass wir uns von seinem Geist ergreifen und beflügeln lassen - nicht um uns eine Last aufzuerlegen, sondern in seinem Geist und seiner Kraft aufeinander zuzugehen.

Ich danke herzlich für die gemeinsamen Jahre, grüße Sie herzlich!

Jetzt ist die Zeit zu gehen.

Winfried Didinger, Pfarrer i.R.

 

 

Danke, lieber Herr Pfarrer Didinger

© Sabine Frank
© Sabine Frank

Pfarrer Didinger und mich verbinden viele Begegnungen, nicht nur gemeinsam gestaltete und gefeierte Gottesdienste oder gegenseitige Besuche an Geburtstagen, an denen das ein oder andere Gläschen Wein getrunken wurde.

An eine Begebenheit in der Sakristei erinnere ich mich nur allzu gerne, als ich ihm erzählte, dass ich das weiße Gewand mit den christlichen Symbolen Fisch, Brot und Wein am schönsten finde und sehr gerne für unsere Priester an den Festtagen auslege, antwortete er damals ganz stolz und verschmitzt: „ Sie wissen schon, dass das mein Primizgewand ist?“

Seit diesem Tag hielt ich es noch mehr in Ehren.

Primiz: damals am 08.12.1961 wurde Pfarrer Didinger in Limburg zum Priester geweiht und wirkte fortan als Kaplan von 1962 bis 1969 in Hofheim am Taunus, in Hochheim, in Dillenburg und in Allerheiligen in Frankfurt. 1969 wurde er Jugendpfarrer in Wetzlar und später von 1969 bis 1983 Pfarrer in Wetzlar-Niedergirmes. Die Zeit danach bis zu seinem Ruhestand 2004 war er als Pfarrer in St. Martin in Lahnstein und 2004 auch als Bezirksdekan für den Bezirk Rhein-Lahn tätig, bevor er zu uns nach Geisenheim zog.

Hier wollte er seinen wohlverdienten Ruhestand genießen, doch Limburg hatte noch einmal andere Pläne mit ihm. Von 2006 – 2007 wurde er als Pfarrverwalter in unserer Nachbargemeinde St. Peter und Paul Eltville eingesetzt. 
Heute schauen wir in Heilig Kreuz Rheingau auf 17 Jahre gemeinsame Zeit zurück. In dieser Zeit hat er uns alle als Seelsorger und Freund unterstützt. In all den Jahren hat er Kinder getauft, Ehen geschlossen, Kranke besucht, Krankensalbungen gespendet und unsere Verstorbenen würdevoll beerdigt.

Ich habe überlegt, was werden wir in Erinnerung behalten und noch nach Jahren mit ihm verbinden: Wir möchten Danke sagen für all die geleistete Arbeit, die zahlreichen festlich gestalteten Gottesdienste, die vielen wohltuenden Worte und seinen persönlichen Einsatz in unseren 13 Kirchorten.

Wenn er nun im August 2021nach Oberlahnstein zieht, so bedauern wir dies sehr. Doch ist er jederzeit bei unseren Gottesdiensten, Festen und Veranstaltungen herzlich willkommen. So weit ist Oberlahnstein nicht weg.

Für seine Zukunft wünsche ich ihm im Namen der Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau alles Gute, Gottes Segen und beste Gesundheit, dass er all das tun und leben kann, was ihm wichtig und wertvoll ist.

 

Danke, lieber Pfarrer Didinger, wir werden Sie sehr vermissen.

Sabine Frank
Vorsitzende PGR Heilig Kreuz Rheingau

 

 

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